DHC erhält Forschungssiegel „Innovativ durch Forschung“

15. Juni 2022

Wir freuen uns über die Auszeichnung der DHC mit dem Forschungssiegel „Innovativ durch Forschung“. Seit 2014 würdigt der Stifterverband forschende Unternehmen für ihre besondere Verantwortung, die sie für Staat und Gesellschaft übernehmen, mit diesem Siegel.

Unsere aktuellen Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der Frage, wie unsere Kunden der Life Sciences ihre IT-Systeme nicht nur regulatorisch konform, sondern aufgrund kürzerer Innovationszyklen der SW-Hersteller auch sicherer, kostengünstiger und effizienter betreiben können. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir die Validierungs-Prozesse weitestgehend digitalisieren und automatisieren. Hierbei spielt Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Wir freuen uns, diese spannende Herausforderung durch neue Technologien für das Qualitäts- und Compliance-Management zu meistern, deren Entwicklung und Umsetzung u.a. durch die Saarländische Landesregierung und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden, wofür wir uns herzlich bedanken. Danke auch an unser DHC innoLAB Team für Eure Ideen, Eure Kreativität sowie den Mut, Konventionelles neu zu denken.

Mehr zum Thema „DHC und INNOVATION“ erfahren Sie im folgenden Beitrag unseres Geschäftsführers und Gründers, Dr. Rudi Herterich:

„Start-Ups sind in der Regel Unternehmen, die sich aus dem universitären oder staatlich bzw. privatwirtschaftlich subventionierten Umfeld heraus gründen. Sie folgen einer neuen, vielleicht bisher noch nicht gedachten Vision, die ihre Gründer kommerziell umsetzen wollen. Damit sind Ziele, Wünsche, Erwartungen, Erfolge jeder Art oder einfach nur Träume verbunden, die mehr oder weniger in Erfüllung gehen. Gründer leben für ihre Idee! Die DHC galt vor 25 Jahren als ein Start-Up der Universität des Saarlandes, respektive des Deutschen Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die Gründungsidee, vorgestellt Mitte der 90er Jahre auf der Achema in Frankfurt, hängt im Eingangsbereich der Firmenzentrale und ist im Jahr 2022 immer noch das kommerzielle Rückgrat des Unternehmens. Manchmal reibe ich mir die Augen und kann es kaum glauben, dass die damalige Vision immer noch funktioniert. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in der evolutionären Weiterentwicklung der Dienstleistungsidee und deren kontinuierlichen Adaption an die sich ständig und stetig wandelnde Innovation in der IT, aber vor allem im Verstehenlernen der sich aus dem Wandel ergebenden Bedürfnissen unserer Kunden. Vor 15 Jahren war Cloud, SaaS oder Virtualisierung noch Zukunftsmusik, heute sind sie eine Selbstverständlichkeit. Das Mindeste, was wir als Unterlehmen leisten müssen ist, mit der Innovationsgeschwindigkeit des Marktes schrittzuhalten. Aber reicht das wirklich? Die Frage ist nicht klar mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten. Es besteht jeden Tag die Gefahr, dass eine neue, deutlich innovativere und bessere Lösung auf den Markt kommt. Schon diese Sorge sollte Motivation genug für eine nachhaltige Innovationsstrategie sein. Es besteht demnach auch für ein Unternehmen, das längst die Start-Up-Phase hinter sich gelassen hat und am Markt etabliert ist, die grundsätzliche Notwendigkeit zur Innovation. Daher oszilliert die Innovationsstrategie zwischen den Extremen: „Schuster bleib bei deinen Leisten“ und dem „Aufbruch zu neuen Ufern“. Ersteres Extrem ist Pflicht. Viel spannender und reizvoller, aber auch riskanter ist der „Aufbruch zu neuen Ufern“. Neue Wege auszuprobieren, die bisher noch nicht begangen wurden, Lösungen zu finden, die bisher noch nicht gedacht wurden, sind die Herausforderungen, die ein Unternehmen jung halten und verhindern, sich auf dem Erfolg auszuruhen. Über die Jahre hat man gelernt, auch einmal „verrückt“ sein zu dürfen, wenn man den Boden der Realität nicht vollkommen verliert und sich der damit verbundenen potenziellen Risiken bewusst ist.

Retrospektiv betrachtet, hat es gut sieben Jahre gedauert, bis sich der erste Kunde tatsächlich und vollumfänglich auf unsere Lösung eingelassen hat. Es hat dann weitere zehn Jahre gedauert, bis wir uns sicher sein konnten, dass unsere Lösungen nachhaltig funktionieren. Diese Erkenntnis war dann die Initialzündung für Innovation. Der Gedanke war, wenn unsere Lösung tatsächlich funktioniert, dann hat sie es verdient, in die nächste technische Generation getragen zu werden. Dies wiederum öffnete die Pforten für eine völlig neue Kultur in der DHC und es folgten eine Reihe vielversprechender Forschungsprojekte. Innovation kostet Geld, sehr viel Geld sogar und es besteht die Gefahr, auf der Strecke von der Idee bis zum marktfähigen Produkt regelrecht zu verhungern. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich für die Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Forschung sowie der Staatskanzlei des Saarlandes bedanken. Ohne deren Vertrauen in unsere Ideen, wären neue Lösungen für uns als mittelständiges Unternehmen, nicht möglich gewesen.

Was treibt uns heute voran? Es ist die Frage, wie unsere Kunden in der Life Sciences Industry IT-Systeme nicht nur regulatorisch konform betreiben können, sondern aufgrund kürzerer Innovationszyklen der SW-Hersteller auch sicherer, kostengünstiger und effizienter. Um diese Ziele zu erreichen, müssen wir die CSV-Prozesse weitestgehend digitalisieren und automatisieren. Hierbei spielt Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. Die spannende Aufgabe besteht darin, eine aufgrund der potenziellen gesundheitlichen Risiken eher konservativ agierende Branche von innovativen Lösungen zu überzeugen. Das erfordert ein Spagat zwischen viel Erfahrung und Wissen sowie der Adaption disruptiver IT-Lösungen.

Es sind aber die Menschen der DHC, die mit ihren Ideen und ihrer Kreativität neue Wege gehen, den Mut haben, Konventionelles neu zu denken und das Risiko des Scheiterns einkalkulieren müssen. Die DHC kann die Erfahrung einbringen, die notwendigen Mittel bereitstellen und beratend zur Seite stehen, wenn die Gefahr zu groß wird, sich in einer Sackgasse zu verrennen. Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass nicht die Ideen, Visionen und kreativen Lösungen der limitierende Faktor sind, sondern die Lebenszeit jedes Einzelnen. So haben wir gelernt, generationsübergreifend zu denken, auch für junge Menschen interessant zu sein und die unternehmerische Perspektive, trotz jahrelanger Erfahrung immer wieder neu zu hinterfragen.

Innovation ist also nicht nur die visionäre Ausgestaltung neuer Lösungen, sondern entsteht auch aus dem regelmäßigen Hinterfragen des Erfolgs und dem Antrieb, aus Sicht des Kunden besser zu werden.“

Dr. Rudi Herterich, Geschäftsführer und Gründer der DHC Dr. Herterich & Consultants GmbH

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