Ihr Schlüssel zum GxP-Markt: So machen SaaS-Anbieter ihre Software-Lösungen fit für regulierte Industrien
Viele Softwareunternehmen sehen grosses Potenzial im Pharma-, MedTech- und Biotech-Branche. Doch Erfolg in regulierten Umfeldern erfordert mehr als Technologie: GxP-Compliance muss verstanden und umgesetzt werden. Unsere Websession zeigte, wie SaaS-Provider sich vorbereiten und neue Marktchancen erschliessen.
Was bedeutet GxP eigentlich?
GxP steht für Good Practices – also für Qualitätsrichtlinien, die in der Life-Sciences-Branche verbindlich sind. Dazu gehören:
- GMP (Good Manufacturing Practice) – Herstellungsprozesse
- GLP (Good Laboratory Practice) – Laborprozesse
- GCP (Good Clinical Practice) – klinische Prüfungen
IT-Systeme, die GxP-kritische Prozesse unterstützen, sind Teil des GxP-regulierten Systems des Anwenderunternehmens. Dabei gilt, je näher ein IT-System an kritischen Prozessen wie Herstellung, Qualitätskontrolle oder Produktfreigabe liegt, desto strenger sind die Anforderungen an Validierung, Sicherheit und Dokumentation.
Herausforderungen für GxP-regulierte Unternehmen
Viele SaaS-Anbieter verfolgen eine Cloud-First-Strategie, stossen im regulierten Umfeld aber auf neue Hürden. Für die SaaS-Anbieter ist es wichtig, die Herausforderungen und Fragestellungen von GxP-regulierten Unternehmen zu verstehen:
- Wie können Kunden Vertrauen in den SaaS-Anbieter gewinnen?
- Wie kann die SaaS-Lösung validiert eingeführt und im validen Zustand betrieben werden?
- Ist ein kontrollierter und dokumentierter Betrieb der SaaS-Lösung sichergestellt?
Während das regulierte Unternehmen die Gesamtverantwortung (Accountability) trägt, ist der SaaS-Provider für die operative Umsetzung (Responsibility) zuständig.
Das heisst: Alle Abläufe müssen dokumentiert, überprüfbar und auditierbar sein – von der Softwareentwicklung über Supportprozesse bis hin zu Exit-Strategien oder Sicherheitszertifikaten (z. B. ISO 27001).
Anforderungen an Softwareanbieter im GxP-Umfeld
SaaS-Provider gelten nicht selbst als „regulierte Unternehmen“, doch sie müssen sicherstellen, dass ihre Software nach anerkannten Industriestandards entwickelt und betrieben wird. Dazu gehören:
- Ein etabliertes QMS (Quality Management System)
- Strukturierte Entwicklungs- und Testprozesse
- Change- und Release-Management
- Management von Unterlieferanten
- Nachvollziehbare Betriebs- und Supportprozesse
Fit für den GxP-Markt –
Das zweistufige Vorgehensmodell der DHC
Auf Basis mehrerer Projekte mit Software- und SaaS-Anbietern hat DHC ein bewährtes Vorgehensmodell entwickelt, um Unternehmen effizient und erfolgreich für den Einstieg in den GxP-regulierten Markt vorzubereiten:
Phase 1: Grundlagen schaffen
- Definition relevanter Qualitäts- und Compliance-Anforderungen
- Durchführung einer GAP-Analyse
- Ableitung und Umsetzung konkreter Massnahmen
- Aufbau eines funktionsfähigen QMS
- Optional: Durchführung eines Friendly Audits
Phase 2: Effizienz und Transparenz erhöhen
- Erstellung von Compliance-Dokumentation (z. B. Lieferantenqualifizierungspakete, Whitepaper)
- Beschreibung von Architektur, Sicherheits- und Qualitätskonzepten
- Bereitstellung von vorausgefüllten Fragebögen, Zertifizierungen und Bescheinigungen, um den Vertriebsprozess zu beschleunigen
Dieses strukturierte Vorgehen ermöglicht es, regulatorische Anforderungen proaktiv zu erfüllen – und schafft Vertrauen bei Kunden, Auditoren und Behörden.
Fazit: Compliance als Türöffner für Wachstum
GxP-Compliance ist kein Hindernis, sondern eine strategische Chance für SaaS-Anbieter.
Wer seine Prozesse und Produkte regulatorisch sauber aufstellt, kann nicht nur neue Märkte erschliessen, sondern auch langfristig Vertrauen aufbauen.
Mit der Unterstützung durch erfahrene Partner wie DHC gelingt der Markteintritt in die Life-Sciences-Welt sicher, effizient und nachhaltig.
Denn: Compliance by Design bedeutet Zukunftssicherheit – und ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg im regulierten Umfeld.
SaaS-Lösungen in GxP-regulierten Industrien
So machen Sie als SaaS-Anbieter ihre Software-Lösungen fit für die Life Sciences.
Häufige Fragen zu GxP und SaaS im regulierten Umfeld
Was bedeutet GxP genau?
GxP steht für „Good Practices“ und umfasst Leitlinien wie GMP (Herstellung), GLP (Labor) und GCP (klinische Prüfungen). IT-Systeme, die diese Prozesse unterstützen, gelten als GxP-reguliert und unterliegen erhöhten Anforderungen an Validierung, Sicherheit und Dokumentation.
Warum sind SaaS-Anbieter für GxP-Unternehmen besonders kritisch?
SaaS-Lösungen sind oft eng mit Herstellungs-, Qualitäts- oder Freigabeprozessen verknüpft. Regulierte Unternehmen müssen deshalb sicherstellen, dass die Lösung validiert eingeführt wird, im validen Zustand bleibt und der Betrieb kontrolliert, dokumentiert und auditierbar ist.