Ihr Schlüssel zum GxP-Markt: So machen SaaS-Anbieter ihre Software-Lösungen fit für regulierte Industrien 

Viele Softwareunternehmen sehen grosses Potenzial im Pharma-, MedTech- und Biotech-Branche. Doch Erfolg in regulierten Umfeldern erfordert mehr als Technologie: GxP-Compliance muss verstanden und umgesetzt werden. Unsere Websession zeigte, wie SaaS-Provider sich vorbereiten und neue Marktchancen erschliessen.

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Thomas Pauly, Practice Manager - IT Compliance, DHC GmbH

Was bedeutet GxP eigentlich? 

GxP steht für Good Practices – also für Qualitätsrichtlinien, die in der Life-Sciences-Branche verbindlich sind. Dazu gehören: 

  • GMP (Good Manufacturing Practice) – Herstellungsprozesse 
  • GLP (Good Laboratory Practice) – Laborprozesse 
  • GCP (Good Clinical Practice) – klinische Prüfungen 

IT-Systeme, die GxP-kritische Prozesse unterstützen, sind Teil des GxP-regulierten Systems des Anwenderunternehmens. Dabei gilt, je näher ein IT-System an kritischen Prozessen wie Herstellung, Qualitätskontrolle oder Produktfreigabe liegt, desto strenger sind die Anforderungen an Validierung, Sicherheit und Dokumentation.

Herausforderungen für GxP-regulierte Unternehmen 

Viele SaaS-Anbieter verfolgen eine Cloud-First-Strategie, stossen im regulierten Umfeld aber auf neue Hürden. Für die SaaS-Anbieter ist es wichtig, die Herausforderungen und Fragestellungen von GxP-regulierten Unternehmen zu verstehen: 

  • Wie können Kunden Vertrauen in den SaaS-Anbieter gewinnen? 
  • Wie kann die SaaS-Lösung validiert eingeführt und im validen Zustand betrieben werden? 
  • Ist ein kontrollierter und dokumentierter Betrieb der SaaS-Lösung sichergestellt? 

Während das regulierte Unternehmen die Gesamtverantwortung (Accountability) trägt, ist der SaaS-Provider für die operative Umsetzung (Responsibility) zuständig.
Das heisst: Alle Abläufe müssen dokumentiert, überprüfbar und auditierbar sein – von der Softwareentwicklung über Supportprozesse bis hin zu Exit-Strategien oder Sicherheitszertifikaten (z. B. ISO 27001).

Anforderungen an Softwareanbieter im GxP-Umfeld 

SaaS-Provider gelten nicht selbst als „regulierte Unternehmen“, doch sie müssen sicherstellen, dass ihre Software nach anerkannten Industriestandards entwickelt und betrieben wird. Dazu gehören: 

  • Ein etabliertes QMS (Quality Management System) 
  • Strukturierte Entwicklungs- und Testprozesse 
  • Change- und Release-Management 
  • Management von Unterlieferanten 
  • Nachvollziehbare Betriebs- und Supportprozesse 

Fit für den GxP-Markt –
Das zweistufige Vorgehensmodell der DHC 

Auf Basis mehrerer Projekte mit Software- und SaaS-Anbietern hat DHC ein bewährtes Vorgehensmodell entwickelt, um Unternehmen effizient und erfolgreich für den Einstieg in den GxP-regulierten Markt vorzubereiten: 

Phase 1: Grundlagen schaffen 

  • Definition relevanter Qualitäts- und Compliance-Anforderungen 
  • Durchführung einer GAP-Analyse 
  • Ableitung und Umsetzung konkreter Massnahmen 
  • Aufbau eines funktionsfähigen QMS 
  • Optional: Durchführung eines Friendly Audits 

Phase 2: Effizienz und Transparenz erhöhen 

  • Erstellung von Compliance-Dokumentation (z. B. Lieferantenqualifizierungspakete, Whitepaper) 
  • Beschreibung von Architektur, Sicherheits- und Qualitätskonzepten 
  • Bereitstellung von vorausgefüllten Fragebögen, Zertifizierungen und Bescheinigungen, um den Vertriebsprozess zu beschleunigen 

Dieses strukturierte Vorgehen ermöglicht es, regulatorische Anforderungen proaktiv zu erfüllen – und schafft Vertrauen bei Kunden, Auditoren und Behörden.

Fazit: Compliance als Türöffner für Wachstum 

GxP-Compliance ist kein Hindernis, sondern eine strategische Chance für SaaS-Anbieter.
Wer seine Prozesse und Produkte regulatorisch sauber aufstellt, kann nicht nur neue Märkte erschliessen, sondern auch langfristig Vertrauen aufbauen. 

Mit der Unterstützung durch erfahrene Partner wie DHC gelingt der Markteintritt in die Life-Sciences-Welt sicher, effizient und nachhaltig.
Denn: Compliance by Design bedeutet Zukunftssicherheit – und ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg im regulierten Umfeld. 

SaaS-Lösungen in GxP-regulierten Industrien 

So machen Sie als SaaS-Anbieter ihre Software-Lösungen fit für die Life Sciences.

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FAQs

Häufige Fragen zu GxP und SaaS im regulierten Umfeld

GxP steht für „Good Practices“ und umfasst Leitlinien wie GMP (Herstellung), GLP (Labor) und GCP (klinische Prüfungen). IT-Systeme, die diese Prozesse unterstützen, gelten als GxP-reguliert und unterliegen erhöhten Anforderungen an Validierung, Sicherheit und Dokumentation.

SaaS-Lösungen sind oft eng mit Herstellungs-, Qualitäts- oder Freigabeprozessen verknüpft. Regulierte Unternehmen müssen deshalb sicherstellen, dass die Lösung validiert eingeführt wird, im validen Zustand bleibt und der Betrieb kontrolliert, dokumentiert und auditierbar ist.

Das regulierte Unternehmen trägt die Gesamtverantwortung (Accountability), der SaaS-Provider die operative Verantwortung (Responsibility) für Entwicklung, Betrieb und Support. Prozesse müssen nachvollziehbar beschrieben, überwacht und auditfähig sein – inklusive Security, Change-Management und Exit-Strategien.
Erwartet werden u. a. ein etabliertes QMS, strukturierte Entwicklungs- und Testprozesse, geregeltes Change- und Release-Management, gesteuertes Lieferantenmanagement sowie klar dokumentierte Betriebs- und Supportprozesse – idealerweise untermauert durch Zertifizierungen wie ISO 27001.
In Phase 1 werden Anforderungen definiert, eine GAP-Analyse durchgeführt, Massnahmen umgesetzt und ein funktionsfähiges QMS aufgebaut (inkl. optionalem Friendly Audit). Phase 2 fokussiert auf Effizienz und Transparenz: Erstellung von Compliance-Dokumentation, Lieferantenqualifizierungspaketen, Whitepapern und vorausgefüllten Fragebögen zur Beschleunigung von Vertriebs- und Auditprozessen.

Regulatorisch saubere Prozesse und nachvollziehbare Nachweise schaffen Vertrauen bei Kunden, Auditoren und Behörden – und eröffnen den Zugang zu attraktiven Märkten in Pharma, MedTech und Biotech. „Compliance by Design“ erhöht die Zukunftssicherheit der Lösung und wird zum strategischen Differenzierungsmerkmal im regulierten Umfeld.
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